Zum Anlass unseres 10jährigen Bestehens haben wir ein kleines Fest in der Schraubenfabrik organisiert und Wegbegleiter*innen in diesen Jahren gebeten, uns zu diesem Anlass ein Statement zu spenden.

Wir danken allen herzlich,

- die uns in diesen Jahren begleitet und unterstützt

- die mit uns das Fest organisiert und durchgeführt

- die mit uns musiziert und gefeiert

- die Tombolapreise gesponsort und Lose gekauft

- und die uns ein Statement geschenkt haben!

DANKE!!!

 

"Das erste Mal gehört habe ich von der Idee zum Verein lange vor der Gründung. Die Idee, Menschen zum Gärtnern zusammenzubringen, hat mich fasziniert. Die Beispiele dafür etwa in Deutschland waren sehr motivierend. Gleichzeitig haben mich die bürokratischen und organisatorischen Hürden sehr skeptisch gemacht. Aber: Der Gartenpolylog hat es geschafft und das gemeinschaftliche, interkulturelle Gärtnern nach Österreich gebracht! Mit viel Herz, Einsatz und einem beeindruckenden Durchhaltevermögen durfte ich das Team des Gartenpolylogs die letzten 10 Jahre erleben. An alle GartenpolylogerInnen einen herzlichen Glückwunsch zum 10jährigen Jubiläum, ihr habt ein tolles, dichtes und starkes Netzwerk geschaffen!"

Marion Schwarz, Öffentlichkeitsarbeit ARCHE NOAH und Rechnungsprüferin Gartenpolylog

"Liebes Gartenpolylog-Team,

meine allerherzlichsten Glückwünsche zum 10-Jährigen. Gartenpolylog, schon euer Name hat mich gleich begeistert. Die Mischung aus österreichweiter Beratung, Vernetzung, Wissensweitergabe und konkreter Umsetzung sowie Begleitung von Gartenprojekten in Wien und Umgebung macht euch wohl einzigartig. Lustigerweise fällt mir, wenn ich von euch höre oder lese, immer sofort „Pause mit Jause“ ein. So habt ihr Pausen auf einer eurer ersten Netzwerktagungen charmant angekündigt – und für mich ist auch das ein Sinnbild für die Gärten: nach der Arbeit gemeinsam ernten, miteinander essen und sich begegnen.

Ich wünsche allen Gemeinschaftsgärten in Österreich, dass eure engagierte Arbeit mit dazu beiträgt, ihre sozialen, ökologischen und kulturellen Funktionen noch sichtbarer zu machen und ihren Bestand dauerhaft zu sichern

Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit"

Gudrun Walesch, Anstiftung ertomis, Deutschland

"Als sich Gartenpolylog vor zehn Jahren gründete, waren wir bei der anstiftung ganz glücklich, dass wir vielleicht auch ein wenig zur Inspiration des Gartennetzwerks hatten beitragen können. Mit Wien hat sich unser Blickfeld erstmals internationalisiert, es folgten Kooperationen mit dem Black Environmental Network in Großbritannien, mit dem Schweizer Netzwerk Interkulturelle Gärten, mit den Pariser Jardins Partagés und den New Yorker Community Gardens (um nur einige zu nennen). Als ich zum ersten Mal im Hegerleingarten in Wien stand und sehen konnte, wie sich die Gesichter einiger vorbeigehender kopftuchtragender Frauen aufhellten, wurde mir erneut klar, wie kulturübergreifend der Anbau von Lebensmitteln ist und welche verbindende Kraft in ihm steckt. Let’s keep on growing!

Allerherzlichste Glückwünsche zum Geburtstag von uns allen!"

Christa Müller, Leiterin der Anstiftung ertomis, Deutschland

"2007 saß ich mit einem Freund im ersten Lehrgang für Gartentherapie, als uns einer der Referenten von einem gerade gegründeten Verein erzählte, der es sich zur Aufgabe gemacht habe, Gemeinschaftsgartenprojekte in Österreich zu unterstützen und zu vernetzen. So begann mein Kontakt mit dem Gartenpolylog – und ein Telefonat führte schnell zum persönlichen Kennenlernen.

Als gartenbegeisterter Landschaftsplaner hat mich der selbstgesetzte Auftrag des Gartenpolylogs sofort fasziniert. Und auch als ich dann begonnen habe, im Gemeindebau zu arbeiten, ergaben sich schnell Anknüpfungspunkte. So hat etwa der Gartenpolylog zusammen mit wohnpartner die Idee zu den „Mobilen Beeten“ im Gemeindebau entwickelt, von denen es mittlerweile 250 Stück über ganz Wien verteilt gibt.

Der Gartenpolylog ist mittlerweile eine unverzichtbare Institution geworden, der GemeinschaftsgärtnerInnen aus ganz Österreich berät, unterstützt, weiterbildet und vernetzt und ohne den wohl vieles zum Thema gemeinschaftliches Gärtnern, urbane Landwirtschaft, etc. nicht oder nur schwer möglich gewesen wäre…

Es ist schön zu sehen, wie das immer weiter wächst, gerade in diesem „Zusammenbringen“ von unterschiedlichen Menschen und Ideen liegt ja eine der großen Stärken vom Gartenpolylog!

Alles Gute, lasst euch richtig feiern – und für die Zukunft wünsche ich Euch und uns allen noch viele interessante Gartenprojekte, engagierte „Macher“ und kreative Ideen!"

Klaus Fresser, Wohnpartner, Gartentherapie, Wien

 

"Der Gartenpolylog =

vielseitige, engagierte, wohltuende Menschen, die professionelle Unterstützung bieten und positive Stimmung verbreiten wo immer es um gemeinschaftliches Gartln' und diesbezügliche Vernetzung geht. 

Ein großes grünes Dankeschön nach Wien!

Viel Freude bei den Vorbereitungen Eures Jubiläums!

Liebe Grüße"

Petra Obojes, Vernetzungsstelle Innsbruck

 

"Polylog ist das Gegenteil von Monolog. Für uns Zwischen(t)räumer*innen findet Kommunikation auf vielen Ebenen statt, das verbindende Element ist unser Garten. Er ist offen für jeden und ermöglicht und fördert auf einfache niederschwellige Art Kommunikation auch über unsere Gemeinschaft hinaus. Unser Dank gilt Garten Polylog, die uns zu Beginn gemeinsam mit der Gebietsbetreuung sehr professionell begleitet haben und uns zu überzeugten Garten Zwischen(t)räumer*innen gemacht hat, danke für Eure Bereicherung!"

Gine aus dem Garten Zwischen(t)raum am Eurogate

 

 

"Zehn Jahre Gartenpolylog, herzlichen Glückwunsch!

Zehn Jahre Gärtnern für eine grünere Stadt,

für eine gelebte Nachbarschaft,

für das Glück, tätig  und ein Rädchen im Getriebe zu sein;

für ein bisschen Schmutz unter den Fingernägeln der Stadtkinder;

für Augenblicke der Gemeinsamkeit von Menschen, die sonst keine gemeinsamen Themen hätten;

Zehn Jahre Gärtnern gegen die Sprachlosigkeit!

Seitdem ich einen Eurer Gemeinschaftsgärten einige Zeit gärtnerisch begleitet hatte und mir ein Blick hinter die Kulissen gewährt wurde, ist mir klar, dass diese Bilanz das Ergebnis einer permanenten Bereitschaft zur Auseinandersetzung und Hingabe ist, zehn Jahren Beharrlichkeit!

Im gemeinsamen Tun öffneten sich mir Türen zu Geschichten – manche weit, andere nur einen Spalt – während gärtnerische Fragen erörtert und Kochrezepte ausgetauscht wurden.

Kleine Schritte aufeinander zu, die Vertrauen schaffen.

Zehn Jahre Friedensarbeit!

Und immer wieder das Staunen der Kinder und der Erwachsenen darüber, was die Erde hervorbringt und die Erkenntnis, dass es für uns alle von Bedeutung ist, wie wir mit ihr umgehen.

Zehn Jahre Bildungsarbeit!

Ich wünsche Euch noch viele große und kleine Schritte auf Eurem Weg in eine Welt der Achtsamkeit!

Anja Meckstroth, Vermehrungsgarten ARCHE NOAH, Langenlois

 

 

"Im Leben und in der Welt gibt es Menschen, die für Frieden, gegen Armut, Kriege, Zwangsarbeit oder aber für die Wahrung der Natur kämpfen.

Ich habe Ursula das erste Mal bei einer Netzwerktagung der Anstiftung zu Interkulurellen Gärten kennengelernt. Die österreichische Frau beschäftigte sich mit alten Kulturpflanzen und kämpft für die Bewahrung von altem Kultur-Saatgut und erzählte mir davon. Sie hatte begonnen, sich mit Interkulturellen Gärten zu beschäftigen und recherchierte in Österreich, ob es solche auch da gibt.

Ich war begeistert von ihrem Engagement und froh, sie kennenlernen zu dürfen.

Nach ein paar Jahren haben wir uns ein weiteres Mal in Offenbach bei der Eröffnung des dortigen Gemeinschaftsgartens getroffen. Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Tag. Bei schlechtem Wetter hielt ich das Wort für die Anstiftung und wir haben gemeinsam bei Frau Najafi, der Organisatorin, übernachtet und hatten einen austauschreichen Abend bei persischer live Musik.

In der Zwischenzeit ist der Verein GARTENPOLYLOG, der Gemeinschaftsgärten in Österreich initiiert und vernetzt entstanden.

Wir haben uns immer wieder bei Netzwerktagungen getroffen.

Vor drei Jahren machte ich mit meiner Familie Urlaub in Wien. Da fiel mir Ursula ein. Ich suchte ihre Mail Adresse in meinem alten Kalenderheften heraus, um ihr von meinem Aufenthalt in Wien zu erzählen und fragte sie, ob wir uns treffen können, um die Gemeinschaftsgärten zu besuchen. Sie hat mir direkt geantwortet und sie zeigte uns drei schöne Gärten. Es war klasse anzusehen, was aus einer kleinen Idee entstehen kann und welche Reichweite der Verein Gartenpolylog mittlerweile hat.

Für mich ist speziell Ursula eine Kämpferin. Eine Frau, die für den Erhalt der Vielfalt der Natur steht.

Ich wünsche ihr und dem Gartenpolylog alles Gute und viel Erfolg weiterhin!"

Najeha Abid,  Anstiftung ertomis, Deutschland

 

 

"Der Gartenpolylog ist für mich eine Anlaufstelle die Unterstützung in vielen gärtnerischen Bereichen bietet.

Aber nicht nur das, der Gartenpolylog steht für mich auch für Vernetzung, Austausch und Wandel.

Ich konnte mich noch gut an meinen ersten Kontakt mit dem Gartenpolylog erinnern. Der Gartenpolylog hat uns neben Tipps zum Aufbau eines interkulturelle Gemeinschaftsgartens auch ein paar Samen geschenkt. Außerdem haben wir als Einrichtung mit dem Gartenpolylog einen Workshop für ehrenamtliche MitarbeiterInnen zum Thema "Kräutersalze selber machen" organisiert. 2014 habe ich auch als Teilnehmerin einer Netzwertagung teilgenommen und dort die Gelegenheit genützt mich zu vernetzen, weiterzubilden und unser interkulturelles Gartenprojekt vorzustellen.

Seit Oktober 2016 helfe ich selbst beim Gartenpolylog mit und als mich David fragte, ob ich beim Verein mitarbeiten möchte, habe ich mich riesig gefreut, denn für mich zählt der Gartenpolylog zu den positiven Beispielen auf dieser Welt, die zu mehr Gemeinschaft und einem Umdenken beitragen.

Ich finde der Gartenpolylog ist auf einem sehr guten Weg. Er ist gut organisiert und besteht aus lauter engagierten, lieben und herzlichen Menschen. Die MitarbeiterInnen sind aus verschiedenen Disziplinen, reich an Wissen und Erfahrung und sehr gut vernetzt. Einfach weitermachen so!!!" 

Julia Plattner

 

 

"Ich kam mit den lieben Menschen von Gartenpolylog über meine Bachelorarbeit an der BOKU zur Freiraumorganisation von zwei Gemeinschaftsgärten in Wien (Nachbarschaftsgarten Heigerlein und Gemeinschaftsgarten Norwegerviertel) in Kontakt und wurde dabei bestens unterstützt! Die Aktivitäten von Gartenpolylog tragen dazu bei, dass Wien lebenswerter und bunter wird und die BewohnerInnen sich gegenseitig und ihre Umgebung wieder kennen und schätzen lernen. Dafür danke ich euch und wünsche euch für die kommenden Jahre viele weitere fruchtende Gartenprojekte!!"

Hanna Grossauer

 

 

"Gartenpolylog bedeutet für mich Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit aller Akteure von Gemeinschaftsgärten. Nach wie vor erfreuen sich Gemeinschaftsgärten großer Beliebtheit und jedes Jahr kommen ein paar Projekte hinzu. Das motiviert uns weiterzuarbeiten"

Michi Flechl, Kräuterspezialist, Graz

 

 

"Erdig, verbindend & professionell – das sind die Eigenschaften, die ich unzertrennlich mit dem Verein „Gartenpolylog – GärtnerInnen der Welt kooperieren“ in Verbindung bringe.  Österreichs Gemeinschaftsgarten-Landschaft hat heute – nach 10 Jahren Eurer unglaublich engagierten, großteils ehrenamtlichen Arbeit – starke Wurzeln in einem nährstoffreichen Boden und überall sprießt die Vielfalt an urbanen Gärten und Gemeinschaften. Ihr macht unsere verstädterte Erde zu einem besseren Zuhause – DANKE!

Meine Erinnerung an die Zeit unserer Gemeinschaftsgartengründung ist noch sehr lebendig und phasenweise hab ich wirklich oft bei Ursula, Nadja oder Geli angerufen, um – auch bei Kleinigkeiten – Tipps zu erfragen und/oder Feedback zu bekommen. Ich fand das unersetzlich, da hier in Salzburg ja noch niemand Erfahrung in so einer Sache gehabt hatte!

Und da wären noch die unglaublich inspirierenden jährlichen Netzwerktagungen der Gemeinschaftsgärten! Sie sind ein (quasi) Fixbestandtteil meiner persönlichen Jahresplanung und sofern nix schwerwiegendes dazwischen kommt, bin ich dabei. All die tollen Menschen, die an wechselnden Orten zusammen kommen um voneinander zu lernen, das Geschaffene zu würdigen und um einander zu begegnen – so eine Tagung, die immer mit Neuem aufwartet und trotzdem eine Art nach Hause kommen in sich birgt, ist mehr als ein grüner Lernort sondern eine blühende Community!

Christina Pürgy, ABZ Itzling Salzburg

 

 

"Frisch in Wien und doch nicht mehr ganz jung lernte ich die Frauen kennen, die den Gartenpolylog im Gründen inbegriffen waren. – Im Tun an einem sonnig-kaltem Märztag im Jahr 2007 mit Schaufel, Spaten und Samen in der Hand. Mein folgendes Engagement im Gartenpolylog eröffnete mir in Wien und im Leben neue Welten. Bis heute hinterlässt die getane Arbeit das Gefühl ein wenig mitwirksam für ein positives Zusammenleben zwischen Mensch und Mensch mit der Natur als Grundlage gewesen zu sein.

Ich wünsche dem Gartenpolylog – dem aktiven kleinen Team als auch jeder und jedem im Netzwerk –Ressourcen, viel Kraft und Freude für das gemeinsame Tun. 

Gemeinschaftsgärtnerische Grüße"

Angelika Neuner, jahrelange „Prägerin“ des Gartenpolylogs (Vorstandsmitglied)

 

 

"Der Verein Gartenpolylog hat eine Lücke gefüllt. Sein Ansatz verkörpert für mich eine Antwort wie sich Gesellschaft in Zeiten ökologischer und sozialer Krise gestalten kann: zugänglich, im Austausch miteinander, diskursiv, experimentell, im Einklang von Mensch mit Natur, ressourcenschonend u.v.m. Der Gemeinschaftsgarten ermöglicht die Auseinandersetzung mit diesen komplexen Themen auf zugängliche Art und Weise. Zwischen Diskussionen über Globalisierung, sozialökologisch schadhafter Nahrungsmittelproduktion und der Organisation von biologischem Kompost innerhalb der Gartengemeinschaft, spielt sich oft die gesamte Bandbreite an Interpretationen im Gemeinschaftsgarten ab. Manchmal sogar innerhalb einer einzigen Sitzung. Das ist komplex, spannend und auch anstrengend, ganz genau so wie Gesellschaft eben ist: vielfältig und in Bewegung. Der Gartenpolylog begleitet erfahren den Aufbau von neuen Projekten und schwierige Prozesse im Garten.
Die Vernetzung, die der Gartenpolylog den Gemeinschaftsgärten darüber hinaus anbietet, trifft einen weiteren Nerv. Er ermöglicht in Zeiten von Individualisierung und Zersplitterung die Weiterentwicklung im Austausch mit anderen und die wichtige Diskussion über den eigenen Tellerrand hinweg. 

Ich wünsche diesem wunderbaren Projektteam, mit dem mich auch Freundschaft verbindet, das Allerbeste und freue mich auf weitere spannende 10 Jahre mit euch!"

Irene Pilshofer ist leitende Angestellte einer Innsbrucker Organisation im Sozialbereich und begleitete Gemeinschaftsgartenprojekte in Wien und Innsbruck.

 

 

"10 Jahre ist es schon her, dass wir mit der Idee - Gemeinschaftsgärten auch in Wien umzusetzen und in Österreich zu vernetzen - begonnen haben. An die ersten Jahre kann ich mich noch gut erinnern - Informieren, Vorstellen, Überzeugen und gleichzeitig auch erste Gärten umsetzen, viele Menschen & Orte kennen lernen und Erfahrungen sammeln. Es war sehr schön, diese spannenden ersten Jahre zu begleiten! 

Vielen Dank dem Gartenpolylog für 10 Jahre wertvolle Arbeit für mehr urbanes und gemeinschaftliches Grün in Wien und Österreich! 

Herzlichen Glückwunsch zum 10. Geburtstag wünscht Euch"

Nadja Madlener, Gründungsmitglied und aktive Begleiterin der ersten Gartenpolylog-Jahre

 

 

"Was ist für mich der Gartenpolylog?

Gemeinschaft

Arbeit

VeRnetzung

NaTur

Ernte

Neues

Partizipation

Organisation

Lust

PolY

Leute

Oase

Grätzl

Was sollte der Gartenpolylog in Zukunft sein?

Drehscheibe

Vernetzer

Planer

Organisator

Motor

Ideenlieferant                 

Aktivierer                                       

Grüner Daumen!

- etwas Persönliches!!!

Der Nachbarschaftsgarten Arenbergpark wünscht dem Gartenpolylog alles Liebe und Gute zum 10. Geburtstag. Wir freuen uns, dass wir zur Gartenfamilie gehören!

Wir wünschen euch wunderbare grüne, bunte, spannende, wachsende, sprießende und lustvolle weitere viele Jahre!

Alles Gute aus dem 3. Bezirk!"              

Euer Nachbarschaftsgarten Arenbergpark

 

 

Die Streuobstwiese als Lernort für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF)”? Ist das möglich, sinnvoll, umsetzbar??? 

Dieser Frage wollte ich im Winterhalbjahr 2015/16 mit meiner Bachelorarbeit nachgehen. Welche besonderen Möglichkeiten bietet der Naturlernort Streuobstwiese (also extensiv genutzte Obstwiesen) für UMF? 

Aufgrund der vielen Schutzsuchenden, die im Sommer und Herbst 2015 in Wien ankamen und zu denen auch etliche unbegleitete Jugendliche gehörten, wollte ich einen sinnvollen Beitrag zu deren Integration und persönlicher Entwicklung leisten. Ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren mit extensivem biologischem Obstbau und es kam mir die Idee, Streuobstwiesen als „hotspots der Biodiversität“ in Zusammenhang mit unserer trans-kulturellen Vielfalt und Entwicklung zu bringen. 

Experten aus den Bereichen Streuobstpädagogik, UMF und interkulturelles Gärtnern zu denen auch Yara Coca Dominguez vom gartenpolylog zählt, trugen mit ihrem Erfahrungsschatz zu meiner Forschungsarbeit bei. Im Interview mit Yara erfuhr ich, dass für sie neben gärtnerischen Fachkompetenzen die „Sensibilität für Gruppenprozesse“ einen enorm hohen Stellenwert einnimmt für Akteure/innen in interkulturellen Gärten. Sie empfiehl mir Kontakt zu Nikolai Ritter aufzunehmen. Er sei gerade dabei, ein interkulturelles Gartenprojekt in nächster Nähe zum Erstaufnahmezentrum für geflüchtete Menschen in Traiskirchen zu initiieren. 

Gesagt – getan! In der Tat ging es beim „Garten der Begegnung“ (GDB) von Anfang an darum, Asylsuchende Menschen mit Einheimischen in Kontakt zu bringen. Vorurteile und Stereotypisierungen durch gemeinsames Garteln erst gar nicht aufkommen zu lassen. Die Idee einer Streuobstwiese stieß dabei bei Nikolai auf großen Anklang. Er lud mich kurzerhand ans Feld in Traiskirchen ein, wo wir die Vision einer weitläufigen Obstlandschaft weitersponnen. 

Seit Mai 2015 haben wir nun gemeinsam mit vielen freiwilligen Helfern (engagierte Traiskirchner und interessierte Asylbewerber) rund 70 Obstbäume pflanzen können. Über Baumpatenschaften wird dabei sowohl der Kauf alter und seltener Obstgehölze, als auch meine Arbeit auf der Streuobstwiese finanziert. Zusätzlich zu den Gemüsebeeten, dem Kräuterbereich und der Outdoorküche des GDB ist nun ein ansehnlicher Obstgarten herangewachsen.   

Dabei wird es allerdings nicht bleiben! 

In großartiger Kooperation mit der Gemeinde sollen in den kommenden Jahren im gesamten Stadtgebiet Traiskirchen 300 Obstbäume gemeinsam gepflanzt, gepflegt und hoffentlich bald schon beerntet werden ;-) Dabei steht die sinnvolle Beschäftigung der jugendlichen Asylbewerber und die Bildung einer harmonischen Gemeinschaft von Österreicherinnen und Vertriebener Menschen im Vordergrund. Die Obstbäume sollen dabei unter dem Allmende-Prinzip (gemeinschaftliches Eigentum) bewirtschaftet und genutzt werden.

Der Kreis schließt sich nun:

Anfang 2017 trafen 8 Akteure der Initiativen Streuobstwiesen Ottensheim, gartenpolylog, GDB und Obststadt Wiener Neustadt beim 1. Planungsgespräch „Obststadt Wien“ in der Schraubenfabrik zusammen. Auch ich war eingeladen. Gemeinsam haben wir die Vision einer „essbaren Stadt“ Wien entwickelt, Ideen rund um den urbanen Obstanbau ausgetauscht, Kontakte geknüpft und unsere „Herzens-Projekte“ vorgestellt. Wien soll ab 2017 unter der unautoritären Leitung des gartenpolylogs „Obststadt“ werden. Über viele kleine Projekte, die z.T. schon jetzt in der Entstehungsphase sind, wird sich mit der Zeit ein Netz durch Wien spannen. Obst soll den Bewohnern der Hauptstadt „frei“ (Allmende) zur Verfügung stehen. Ein großer Beitrag, wie ich finde, für unser aller Lebensqualität. Die urbanen Obstgärtnerinnen für eine gesunde und unabhängige Nahrungsmittelversorgung als auch für das näher Zusammenrücken der Menschen…

Danke gartenpolylog für deine Begleitung, Impulsgebung und Motivation!

Peter Sauer, Streuobstwiesen-Pädagoge ;))

 

 

"Danke, lieber Gartenpolylog, für Eure Weitsicht und Euer unablässiges Engagement, die Idee der Gemeinschaftsgärten in Österreich zu fördern. Lange vor dem „Urban Gardening Trend“ habt Ihr begonnen, Gemeinschaftsgärten zu unterstützen und zu vernetzen. Diese Projekte sind heute aus Stadt und Land nicht mehr wegzudenken - und vielfach Horte und Keimzellen für Saatgut- & Kulturpflanzenvielfalt. Danke Euch also auch für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Bitte weiter so! Alles Gute zum Geburtstag wünscht Beate Koller im Namen der ARCHE NOAH."

Beate Koller, ARCHE NOAH Geschäftsführerin

 

 

"Die in die Tat umgesetzte Idee, in unseren Städten oder Gemeinden selbst etwas in die Hand zu nehmen und gemeinsam mit anderen zu gestalten, finde ich sehr inspirierend.

Die ganze Sache hat auch einen „weiteren Horizont“ als der eigene Garten oder Schrebergarten, die zwar schön, aber doch recht „exklusiv“ (und fallweise auch arbeitsintensiv) sind...

Wenn das Gärtnern an sich schon wohltuend für Körper und Seele ist, um wie viel spannender ist es, wenn ich mich von neuen Begegnungsmöglichkeiten und ungewohnten, kreativen Herangehensweisen überraschen lassen darf. - Und bei alldem noch etwas höchst Lebendiges zur Entfaltung kommt.

Eingedenk des Vereinsnamens „Polylog“ kommt mir da der Gedanke, wie nett und sinnvoll es wäre, wenn beispielsweise hier in Purkersdorf die jugendlichen Bewohner des UMF-Heimes gemeinsam mit Purkersdorfern ein paar Beete betreuen könnten!"

Greta Aschermann, langjähriges Mitglied

 

 

"Gartenpolylog ist für mich, die Leichtigkeit des Seins auch über bisweilen harte Arbeit im Auge zu behalten, mit dem Feuer der Begeisterung und einem Lächeln die Türen öffnen. Freude am Tun, am gemeinsamen Tun, denn gemeinsam geht es leichter.

Als ich erstmals an einem Tag der offenen Türe allein ein paar Wiener Gemeinschaftsgärten besuchte, fühlte ich mich in jedem einzelnen davon herzlich empfangen und gut aufgehoben. Der Wind der durch diese Gärten weht, ist ein angenehm frischer, wohltuend und belebend. Besonders voll berührender Begegnungen war für mich das polylog-Netzwerktreffen 2016 in Kärnten – mit einer Grundstimmung von Großzügigkeit und herzlicher Wärme.

Ich wünsche mir, dass die Arbeit des Gartenpolylogs in den nächsten 10 Jahren so weiter geht wie bisher und dass die Gärten Treffpunkte bleiben und mehr werden fürs gemeinsame Tun. Vielleicht sogar mit einer Erweiterung um Werkstätten jenseits des Gärtnerns…"

Anna Leithner, Natur im Garten, Niederösterreich

 

 

"Was hätten wir getan ohne Gartenpolylog? Jeder der mit Gemeinschaftsaktivitäten zu tun hatte, weiß wie schwierig die Anfangsphase ist: von der Idee, dem Wunsch zur Realisierung.

Gerade das Gärtnern, das lange Zeit geradezu verpönt war, feiert gerade in den Städten eine Auferstehung. Und die Geburtshelfer sind der „Gartenpolylog“! Für mich persönlich ist das Gärtnern und die Natur ein ganz hervorragender Ausgleich zur Alltagstätigkeit. Persönlich habe ich als „Städter“ erst sehr spät zur Natur gefunden – unter Anleitung meiner Frau kann ich nun (fast) alles worüber ich auf der Hochschule theoretisch gelernt habe nun selbst umsetzen. Ein echtes Erlebnis!

Der Garten und das Gärtnern als eine Basis für das Zusammenleben ist ein Grundbedürfnis des Menschen und ist eine Erfolgsgeschichte der sinnvollen Freizeitbetätigung und Nachbarschaftlichkeit geworden. Die Wartelisten fürs „Urban Gardening“ sprechen Bände.

Als Kommunalpolitiker kann ich mir nur wünschen: macht weiter so – noch viele Jahrzehnte!"

Rudolf Zabrana, Stellv. Bezirksvorsteher Landstraße, Wien