Niederösterreich, 2514, Fläche wird noch gesucht
Typ Garten in Planung
Trägerschaft Keine
Kurzbeschreibung
Garten der Begegnung Ein Urban Farming Projekt in Traiskirchen Die Idee: Für die Flüchtlinge in Traiskirchen sowie für die BewohnerInnen von Traiskirchen sowie alle Menschen überhaupt, soll ein „Garten der Begegnung“ in unmittelbarer Umgebung des Lagers geschaffen werden. In einer naturnahen Umgebung mit selbstgebauten oder gespendeten Möbeln vielleicht, kann man einander kennenlernen, sich austauschen, Fragen stellen, Bedürfnisse herausfinden und vielleicht auch helfen. An diesen Garten der Begegnung schließt sich eine kleine selbstorganisierte „gemeinsame Landwirtschaft“ an: In dem Projekt bauen ÖsterreicherInnen und AsylwerberInnen gemeinsam Gemüse und Obst an. Der Ertrag wird von den Projektleitenden direkt an die Flüchtlinge als „selbstgemachtes biologisches Gemüse und Obst“ verteilt. Die Organisation und Umsetzung wird geleistet von einem zu gründenden Verein, in dem ehrenamtliche Mitglieder gemeinsam einen Anbauplan entwickeln, und diesen gemeinsam umsetzen. Das Projekt erhofft sich Beteiligung von Flüchtlingen, setzt diese aber nicht vorraus, da Flüchtlinge in Traiskirchen meist nur temporär untergebracht sind und unklar ist, wie stark Flüchtlinge sich in ihrer Aufenthaltszeit im Lager an landwirtschaftlicher Tätigkeit beteiligen wollen. Ziel ist, auf Asyl wartenden Menschen eine sinngebende, Menschen verbindende gesunde Tätigkeit in Gemeinschaft und in Kontakt zu ÖsterreicherInnen anzubieten. Gemeinsam Nahrung herzustellen kann übersprachlich Gemeinsamkeit entstehen lassen und Brücken bauen. Wir möchten mit diesem Projekt ein lautes und herzliches Willkommen zu allen Vertriebenen und Asylsuchenden zum Ausdruck bringen und in die Tat umsetzen, indem wir einen Raum jenseits der Lageratmosphäre in Traiskirchen schaffen, der Ankommen, Ruhe, Begegnung und sinnhaftes Tun ermöglichen kann. Anforderungen an die Fläche: Wesentlich für das Gelingen des Projektes ist eine Fusswegnähe zum Flüchtlingslager Traiskirchen, das 10 min Fussweg nicht überschreiten sollte. Ebenfalls wesentlich ist, dass der Grund „gesehen wird“ von der Bevölkerung Traiskirchen und nicht versteckt liegt. Dennoch sollte der Grund eine naturnahe Umgebung haben und ein Ort der „Ruhe“ werden können. Also ein Wohlfühlort und nicht eine Bundesstrasse oder Fabrik daneben. Wir starten mit einer kleinen Fläche von ca. 1000 mq, und möchten das Projekt organisch wachsen lassen. Es soll sich besonders nach den Bedürfnissen, aber auch Kräften der Beteiligten richten. Es sollte aber möglich sein, wachsen zu können und auch Raum zu lassen für soziale Bereiche wie Wiese, Obstbäume, kleiner Spielplatz etc. Daher schlagen wir vor, ein Grundstück von etwa 1 Ha. zu finden. Ideal wäre, wenn bereits ein paar Bäume einen Schattenplatz erlauben, ansonsten vorrangig sonnig. Guter Boden, geeignet für Gemüseanbau Es müsste gewährleistet sein, folgende Infrastruktur aufbauen zu können: 1. Schlagbrunnen mit Saugpumpe 2. Stromanschluss 3. Bau eines Geräteschuppens mit ca 16 mq Grundfläche. 4. Bau einer Pergola, also einem Rankgerüst für einenSchattenplatz. Grundfläche von ca 60mq 5. Aufstellen einer Jurte, eines Zeltes oder eines sonstigen temporären Gebäudes für Versammlungen, Treffen mit Regenschutzfunktion. 6. Aufstellen eines mobilen kleinen Gewächshauses von ca. 4x10 m mind. auch als begehbarer Folientunnel denkbar. 7. Bei hohem Wildaufkommen benötigt es einen Weidezaun mit 1,5 m Höhe. Die Pacht sollte entweder freigestellt sein (Almende) oder einen Pachtzins von max. 10 Cent pro mq haben. (also 1000€ pro Hektar), da die Pacht aus Spenden finanziert werden muss. Ideal wäre ein 10 Jahrespachtvertrag. Akteure: Die Initiatoren des Projektes sind die „Kleine Stadt Farm“ .eV. , die seit 4 Jahren in Wien auf einer Fläche von 2 Hektar Urban Farming, also „Gemeinsames Landwirtschaften“, nicht gewinnorientiert, biologisch nachhaltig und sozial orientiert, betreibt. Wir haben dabei Erfahrung gesammelt im Aufbau von selbstorganisierten Strukturen, die Wert legt auf soziale und körperliche Gesundung der Menschen und der Umwelt. Entstehung: Was derzeit in Traiskirchen und an Europas Grenzen geschieht beschäftigt uns, deshalb haben wir uns an den Bürgermeister von Traiskirchen gewandt und diese Idee präsentiert. Nach einer Stunde war eine SMS der Gemeinderätin und Frau des Bürgermeisters, Karin Blum da, mit einem Terminvorschlag. Derzeit bilden wir eine Kerngruppe sowie ein das Projekt unterstützendes Umfeld von Menschen: Besonders möchten wir TraiskirchenerInnen für die Idee begeistern. Perspektive: Nach einem sehr inspirierendem ersten Treffen im Rathaus in Traiskirchen und anschliessender Begehung möchten wir hiermit einen möglichen Schritt für Schritt- Plan skizzieren, wie so ein Projektentwicklungsverlauf sein könnte. 1. Besuch der Projekte der „Kleinen Stadt Farm“ sowie der „wilden Rauke“ in der Lobau und in Stammersdorf. 2. Interne Vorbesprechung mit einigen geladenen Personen, die bereits Interesse an diesem Projekt haben in Traiskirchen. 3. Gespräche mit bereits bestehenden Gartenprojekten mit Flüchtlingsbeteiligung, z. B. Macondo oder Gartenprojekt der Caritas im 11. Bez. 4. Ausführliche Gespräche mit AsylwerberInnen in Traiskirchen über deren Situation und ihrer Meinung über ein solches zukünftiges Projekt. 5. Einholung einer generellen Wertschätzung der Projektidee von allen relevanten Stellen und Projektbeteiligten. 6. Besichtigung möglicher Grundstücke 7. Interne Vorbesprechung und Finanzierungsgespräche. 8. Öffentliche Infotreffen für Interessierte 9. Vereinsgründung, Konsolidierung des Kernteams und Projektstart Mit lieben Grüssen, Nikolai Ritter www.lobauerinnen.at www.kleinestadtfarm.at 0699 111 76565 office@atelier7.at A-1020 Wien, Lassallestrasse 40/3/37
Kontakt Nikolai Ritter
office [at] atelier7.at